Der wichtigste Vorteil ist das Wohl der Pferde. Der innerstädtische Straßenverkehr Weimars nahm insbesondere in den letzten beiden Jahrzehnten zu, so dass es für den Pferdebesitzer Dirk Trommler immer anspruchsvoller wurde, seine Pferde verantwortungsvoll, umsichtig und sicher durch die Weimarer Altstadt zu leiten.
Zum Wohl seiner Pferde machte sich der Kutschfahrer Dirk Trommler auf die Suche nach einer Alternative, die auch der stetig wachsenden Nachfrage nach Kutschfahrten in Weimar gerecht würde. Insgesamt dauerte es 10 Jahre von der ersten Idee bis zur Pionierfahrt mit der eKutsche. Zunächst mussten Experten für die Planung und den Bau einer eKutsche gefunden werden. Zudem war eine hohe Investition und die Besänftigung des Amtsschimmels notwendig, da der elektrische Kutschbetrieb zahlreiche rechtliche Hürden bewerkstelligen musste, um die Zulassung für den Straßenverkehr zu erhalten.
Aber auch für seine Fahrgäste bietet die eKutsche zahlreiche Vorteile. Um das Wohl der Kutschpferde gewährleisten zu können, war der Einsatz der Pferde nur unter strengen Bedingungen vertretbar. Als verantwortungsbewusster Kutschfahrer achtete Dirk Trommler auf kurze Arbeitszeiten seiner insgesamt 7 Pferde, die im Wechsel vor die traditionelle Pferdekutsche gespannt wurden. Insbesondere hochsommerliche Temperaturen stellen eine enorme Belastung für Pferde dar. Zwar steigt im Sommer die Nachfrage nach Kutschfahrten durch Weimar, jedoch kam es für Dirk Trommler keinesfalls in Betracht, die Einsatzzeiten zu erhöhen, sondern ganz im Gegenteil. Je heißer der Sommer, umso mehr galt es, zugunsten des Tierwohls die Pferdetransporte zu reduzieren und damit auch den Fahrbetrieb der Weimarer Pferdekutsche einzuschränken.
Durch seine Investition in die Elektrokutsche sind zur Freude aller Fahrgäste und Dirk Trommler nun wetterunabhängige Kutschfahrten in Weimar möglich. Auch die Anzahl und Dauer der Fahrten können durch das elektrische Fahrzeug erhöht werden. Der Kutscher kommentiert dies so:
“Anders als meine Pferde kann ich bei jedem Wetter arbeiten! Die einzigen, die jetzt noch unter der Sommerhitze leiden, sind meine Fahrgäste und ich – aber wir Menschen können diese Entscheidung eigenverantwortlich für uns selbst treffen.“
